Mit dem Projekt Wohnen am Leuchtturm wurde auf Helgoland dringend benötigter Wohnraum geschaffen. In modularer Bauweise entstanden 69 Wohneinheiten. Im bewohnten Bestand traten jedoch gravierende Mängel in unterschiedlichen Gewerken auf. Ziel des Folgeprojekts war es, die Wohnanlage technisch und baulich so instand zu setzen, dass dauerhaft funktionsfähiger und lebenswerter Wohnraum gesichert wird. Auftraggeberin ist die Gemeinde Helgoland.
TePm übernahm die Bauherrenvertretung und verantwortete die strukturierte Mängelaufnahme sowie die Koordination sämtlicher Instandsetzungsmaßnahmen. Betroffen waren unter anderem Fassaden, Fenster und Türen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Elektrotechnik sowie Außenanlagen. Zahlreiche Bauteile mussten geprüft, nachgebessert oder vollständig ersetzt werden. Aktuell werden weitere Maßnahmen vorbereitet, darunter Dachsanierungen und der Austausch von Wärmetauschern.
Die besondere Herausforderung lag in der Umsetzung im laufend bewohnten Bestand. Jede Maßnahme erforderte eine enge Abstimmung mit den Mietern sowie eine präzise Terminplanung. Hinzu kommen die logistischen Bedingungen eines Inselstandorts. Materialanlieferungen erfolgen per Schiff und müssen vor Ort weiterverteilt werden. Der zeitgleiche Austausch von bis zu 48 Haustüren oder Fenstern bedeutet daher nicht nur bauliche, sondern auch organisatorische Präzisionsarbeit.
Durch die konsequente und priorisierte Abarbeitung der Mängel wird die Wohnqualität nachhaltig verbessert und der langfristige Werterhalt der Gebäude gesichert. Gleichzeitig konnten Mietminderungen und Nutzungsausfälle minimiert werden. Das Projekt steht exemplarisch für verantwortungsvolle Bauherrenvertretung im Bestand und für den Anspruch, auch unter komplexen Rahmenbedingungen tragfähige Lösungen umzusetzen.


